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Curry, Gewürze und der Duft der indischen Küche

Curry, épices et parfums de la cuisine indienne

Die Kombination von kalten und warmen Zutaten und eine feine Mischung verschiedener Grundgeschmäcker ( süß, salzig, sauer, scharf und bitter) sind die Grundlage eines indischen Gerichtes.

Damit befindet sich bereits alles auf dem Teller und Vorspeise sowie Dessert werden, entgegen der europäischen Vorstellung, überflüssig.

 

Die Indische Küche ist sehr vielfältig. Nicht zuletzt wegen der geografischen Größe Indiens und seiner vielen verschiedenen Regionen. Und ebenso aufgrund der unterschiedlichen Einflüsse der kolonialen Besetzer im Laufe der Geschichte.

Chilis 

In Deutschland verbindet man die indische Küche oft mit sehr scharfen und stark gewürzten Speisen

Das ist interessant, denn die Chilischote ist, dank der Portugiesen, erst um 1500 nach Indien gekommen. Sehr schnell haben sie diese für ihre Ernährung übernommen und zwischen zwei Steinen mit etwas Ingwer, Salz und Öl ein Mus daraus gestampft. Für Millionen von armen Indern war dies die einzige Würze, die sie ihrem Reis beimengen konnten.

 

Mit indischer Küche wird oft „Curry“ assoziiert.

Dabei wurde der  Ausdruck „Curry“ ursprünglich abwertend von den britischen Besatzern verwendet, um damit flächendeckend alle würzigen indischen Speisen zu beschreiben. Vorher hatte jedes einzelne Gericht seinen eigenen Namen, auf die man auch heute noch trifft, wenn man sich mit der indischen Küche auseinandersetzt. Namen wie Jalfreizi, Rogan Josh, Korma, Dhansk, Balti, Vindaloo etc.

 Currypulver

Bei "Curry" denken viele  an eine Gewürzmischung,die die Basis der indischen Küche darstellen soll.

Dieses Pulver wird in Indien in dieser Form gar nicht verwendet. Die Zusammenstellung von Gewürzen, die wir als Curry kennen, wurde den Engländern  angemischt, um ihnen das Kochen zu erleichtern, wenn sie zurück nach England fuhren.

Dennoch gibt es in der indischen Küche Gewürzmischungen, wie beispielsweise Masala oder Garam Masala. Diese werden aber vor allem nach der Fertigstellung des Essens zum Abschmecken verwendet. Oft werden diese Mischungen von den Frauen selbst angefertigt. Dabei rösten sie die einzelnen Gewürze an, bevor sie diese zermösern oder zerkleinern.

Die Gewürze werden auf einen großen, flachen Stein gelegt, um mit einem anderen runden Stein, der einem Nudelholz gleicht, zermörsert zu werden. Die Frauen bereiten diese Mischung jeden Morgen zu und benutzen die gleichen Steine, um später Zwiebeln, Knoblauch, Chili und frische Kräuter wie Koriander damit zu zermalmen. Dieses Mus (oft 'pickle' genannt) wird schließlich dazu verwendet, um Fleisch oder Gemüse zu marinieren bevor es gekocht wird.

Man stelle sich die Düfte vor, die sich  dabei entfalten ! 

 

Um selbst eine solch köstliche Gewürzmischung zuzubereiten, wird empfohlen die Gewürze, wie Koriander- und Kuminsamen, ganz (also in unpulverisierter Form) anzudünsten bevor sie mit dem Knoblauch, Ingwer und Kurkuma zermahlen werden. Wenn man diese Mischung noch einmal mit Zwiebeln andünstet, ist die Basis für ein herrliches Curry geschaffen.

Es gibt dennoch leckere vorgefertigte Curry-Gewürzmischungen, aber auch diese entfalten ihren Geschmack am Besten, wenn man sie vorher andünstet.

Auf den Geschmack gekommen? Dann gibt es hier eine Menge leckerer Curry Inspirationen!

Curry

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