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Majas Erbe: BIENE weg, alles weg

Am 20. Mai ist Weltbienentag. Zu diesem Anlass hat eine Penny-Filiale in Langenhagen schon letzten Montag eine ungewöhnliche Kampagne umgesetzt und die Einkäufer verblüfft. Unter dem Motto "Biene weg-Regale leer" wurden alle Produkte aus dem Angebot genommen, die in ihrer Herstellung direkt oder indirekt mit Bienen in Zusammenhang stehen und die es nicht mehr geben wird, wenn alle Bienen gestorben sind. Das Ergebnis war beinahe gähnende Leere im Sortiment. 

©thinkstock: Monkey Business Images

Warum die Bienen sterben

Die Gründe für das Bienensterben sind vielfältig und sind nicht nur auf Politik, Agrarwirtschaft und Klima zu beschränken, sondern auch auf den einzelnen Verbraucher und sein Handeln gegenüber der Umwelt. Hier sind die wichtigsten Gründe zusammengefasst: 

  • Honigbienen leiden besonders unter der Varroa-Milbe, die in den 70ern aus Asien eingeschleppt wurde und sich als Parasit in den Bienenstöcken ausbreitet. Hiesige Bienen sind nicht dagegen gewappnet. Imker setzen daher häufig Chemikalien ein, die aber auch die Bienen schwächen, die ohnehin schon genug mit einem Pestizid-Cocktail zu kämpfen haben. 
  • Pestizide und Insektizide werden in der Landwirtschaft zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Leider schaden sie auch den Bienen. Auch wenn viele intensive Pestizide schon verboten sind, werden andere immer noch zugelassen. Bei der Zulassung wird der Cocktail-Effekt aber außer Acht gelassen. Die Bienen hadern mit verschiedenen Stoffen aus verschiedenen Pflanzen und werden immer schwächer.
  • Die heutige Landwirtschaft setzt häufig auf Monokultur, wo nichts blüht und die Bienen zu wenig Nahrung finden. Im Sommer kommt es bei den Bienen oft zum Futterschock, da Raps und Obstbäume schon verblüht sind und nichts Nahrhaftes auffindbar ist. 
  • Vor allem Wildbienen leiden unter der geringen Vielfalt in der Landschaft. 
  • Die Abholzung vieler Wälder erschwert das Problem zusätzlich, da den Bienen ihr Futterrevier genommen wird. Gerade in Städten ist das problematisch, da viele Grünflächen zugunsten von betonierten Parkplätzen aufgehoben werden. 
  • Direkt in Verbindung mit  Waldrodung steht der Klimawandel. Dadurch blühen viele Pflanzen früher und die Bienenvölker gelangen aus ihrem natürlichen Rhythmus. Die wärmeren Winter gefallen aber den Parasiten besonders gut, was zusätzlich ein Problem für die Bienen darstellt.
  • Unachtsames  Mähen der Felder führt auch dazu, dass viele Bienen sterben müssen. Oft sind am Feldrand noch kleine Stücke natürlicher Wiese mit Blumen und Klee zu finden, was sehr positiv ist. Beim Mähen an schönen Sommertagen ziehen diese Felder die Bienen an, sie geraten aber dabei häufig selbst ins Mahlwerk. 

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