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Gesund für uns - schlecht für den Planeten. Sollten wir noch Avocados essen?

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Gesund für uns - schlecht für den Planeten. Sollten wir noch Avocados essen?

Dies ist die Frage, die ich mir vor ein paar Tagen stellte, als ich mal wieder eine Guacamole zubereitete. Klar, die Avocado ist ein hochgepriesenes Lebensmittel, dass gute Fette enthält, lecker und vor allem fotogen ist (die Fotogenität des Essens sollte im Zeitalter der sozialen Netzwerke nicht unterschätzt werden).

 Die Nachfrage ist in den USA, aber auch in Europa stark gestiegen. Einige Länder sahen die große Möglichkeit gekommen, ihre Produktion und damit ihren Gewinn zu steigern. Das blieb jedoch nicht ohne negative Konsequenzen, wie beispielsweise in Mexiko, dem weltweit größten Avocadoproduzenten.

Das größte Problem ist die Abholzung des Regenwaldes. Die Landwirte machen Platz für den Anbau von Avocados, das dies extrem profitabel geworden ist. Doch die Avocadobäume sind extrem durstig, was bedeutet, dass für andere Pflanzen nicht genug Wasser übrigbleibt, genau wie für die Tiere, die in den Anbauregionen leben. Viele Journalisten zögern nicht, von einer "ökologischen Katastrophe" zu sprechen.

 In Ländern, in denen die Avocado ein Grundnahrungsmittel ist, ist ihr Preis stark gestiegen, sehr zum Leidwesen der Einheimischen. Dasselbe geschah vor ein paar Jahren mit Quinoa.

 Angesichts dieser Probleme denke ich, dass Avocados zwar nicht vollkommen vom Speiseplan verbannt, jedoch in Maßen genossen und verantwortlich eingekauft werden sollten. Folgendes sollte beachtet werden:

  • Avocados beim Kochen sparsam verwenden
  • Nachprüfen, woher sie kommen und bevorzugt Früchte aus Spanien, Korsika oder Sizilien kaufen
  • Avocados nur kaufen, wenn in den europäischen Erzeugerländern Saison ist (November bis April)

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