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Genuss in der Corona-Zeit: Wie die Krise unser Konsumverhalten verändert

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HeimGourmet

Hast du es gemerkt? Gehörst du zu "jenen" und stellst dich seit März regelmäßig in die Küche und – kochst selbst? Fragst du dich gar, woher deine Lebensmittel stammen oder ob es wirklich notwendig ist, die Banane, von Natur aus mit einer perfekten Schale versehen, nochmals in Plastik einzupacken? Wenn du auch nur eine der Fragen mit »Ja« beantworten kannst, dann gehörst du wahrscheinlich zu den Personen, deren Genuss- und Konsumverständnis sich mit Corona veränderte. Aber in welchen Bereichen kommt die Änderung zum Vorschein und was bedeutet das?

Selbst kochen ist wieder in

Selbst kochen ist wieder in

Kochshows waren schon lange im Trend. Allerdings richteten sich die ganzen perfekten Abendessen in der Regel an eine Zielgruppe, deren Kochinteresse nicht darin bestand, die Zeitangaben auf den Fertigsuppen zu lesen. Corona wirbelte dafür den Zeitplan der meisten Menschen mächtig durcheinander und so kam es, dass das Kochinteresse in die kleinsten Küchen einzog, wie mancherorts kleinwagenteure Küchenmaschinen. Das Interesse an eigenen Speisen wuchs. Und das an der ausgewogenen Ernährung, wie du eventuell auch bestätigen kannst. Immerhin fehlten plötzlich die gehasteten Kilometer zwischen Haustür und Arbeitsplatz – und das offenbarte sich am körpereigenen Speckring, eingelagert zwischen Rippchen und Hüfte. 

Und jetzt? Nun hast du dich einmal durch dein eventuelles Rezeptbuch gearbeitet und fragst dich, wie du deine Speisen noch aufpeppen kannst? Einige Beispiele bekommst du jetzt – natürlich aus regionaler Herkunft: 

  • Süßkartoffeln – vorab: Man muss sie mögen. Doch sind Süßkartoffeln nicht allein ein Garant für die gesunde und ausgewogene Ernährung, du kannst auch alles aus ihnen machen: Aufläufe, Beilagen, Pommes oder Kroketten. Die beiden letzteren Fälle sollten aus fettarmen Gründen allerdings in einer Heißluftfritteuse entstehen. 
  • Allerlei – eigentlich brauchst du dich nur einmal im örtlichen Supermarkt durch die Gemüseabteilung zu probieren. Gerade heimisches Gemüse kannst du wunderbar zu Eintöpfen verarbeiten – und zwar völlig wirr durcheinander. Kohlrabi passt zu Kartoffeln, zu Karotten oder schlichtweg zu Sellerie. Alle Gemüsesorten, die du im Kochtopf weichkochen kannst, können auch gemeinsam gekocht und zum Eintopf verarbeitet werden. 
  • Steckrüben - die dicke Knolle erinnert teils an Kohl, doch ist die Steckrübe ein wunderbares Wintergemüse mit einem herbsüßen Geschmack. Du wäscht sie, schälst sie und schneidest sie. Was du danach mit ihr machst, entscheidest du. Steckrüben können Kartoffeln ersetzen, aber sie passen auch in eine Lasagne. Auch ein Steckrüben-Curry lässt sich gut zubereiten. 

Rund um die heimische Küche und saisonalen und regionalen Zutaten kannst du dich wirklich ausprobieren. Wenn du selbst kochst, ist die Ernährung ohnehin schon ausgewogener, denn jetzt entscheidest du, welche Gewürze, wie viel Fett oder Salz drankommen. Du wirst selbst merken, dass du automatisch weniger Salz und Zucker verwendest. Denn mal ehrlich: Was hat Zucker in der Lasagne zu suchen?

Infografik über unser Essverhalten während der Corona-Krise
Für die ganze Infografik auf das Vorschaubild klicken (via www.bestonlinecasino.com )

Fertiggerichte nur als Ausnahme

Zu Beginn der Coronakrise sah es ganz so aus, als wollte jeder ganze Wohnzimmer mit Konservendosen, Tütensuppen und dem weißen Gold, auch Toilettenpapier genannt, füllen. Und an und für sich ist auch gar nichts gegen die Fünfminutensuppe, Tütensuppe oder der Speise aus der Konservendose einzuwenden. Auch eine Tiefkühlpizza tötet dich nicht – obgleich du wahrscheinlich jede »echte« Pizza vom Italiener vorziehst. Trotzdem gilt, bei allen Fertiggerichten Vorsicht walten zu lassen: 

  • Salz – die Gerichte sind oft mit einem Übermaß an Salz versehen. Nicht selten kommt auch Jodsalz zur Anwendung, was nicht jeder verträgt. 
  • Zucker – du wirst gar nicht glauben, in welchen Speisen sich alles Zucker versteckt. Oft natürlich nicht mit der Bezeichnung »Zucker«, sondern hübsch verborgen in den Zusatzmitteln. 
  • Aromen – hast du schon einmal das Experiment gemacht und dir frische Erdbeeren und dazu Naturjoghurt oder Quark gekauft? Schnippel die Erdbeeren, rühre sie in den Joghurt und lasse es ziehen. Zum Essen stellst du einen Erdbeerjoghurt daneben und vergleichst einmal. Schon erkennst du das Aroma-Problem, denn in den fertigen Lebensmitteln werden Geschmacksrichtungen mit Aromen aufgepeppt. 
  • Konservierungsstoffe – sie sind natürlich notwendig, wenn eine Wurst drei Wochen haltbar sein muss. Auf Dauer sind Konservierungsstoffe jedoch nicht gut und sprechen der gesunden Ernährung entgegen. Der Nachteil: Viele Konservierungsstoffe in deinem Essen bedeuten nicht, dass auch deine Jugend konserviert wird. 

Generell macht die Menge das Gift. Hast du mal gar keine Zeit zum Kochen und gibt auch dein Gefrierschrank kein eingefrorenes Vorgekochtes mehr her, so ist das Fertiggericht kein Problem. Du solltest es aber nicht dauerhaft essen. Der Vorteil am Selbstkochen ist übrigens, dass dir viele Fertigprodukte nicht mehr schmecken werden. Dein Geschmackssinn erinnert sich an natürliche Speisen und bemerkt die Zusatzstoffe mit voller Wucht.

Herkunft des Essens wird immer wichtiger

Die Bedingungen auf Spargelhöfen, die Nachrichten über die Unterbringung von Menschen auf Schlachthöfen, die Berichte über Tiertransporte, Massentierhaltung oder auch den Anbau wasserintensiver Früchte in wasserarmen Gegenden: Es gibt viele Gründe, um sich mit der Herkunft seines Essens zu beschäftigen. 

Während Corona machen das sogar viele Menschen gezielt. Sie nutzen die Zeit, um einen Wochenmarkt zu besuchen oder auch, sofern in der Nähe, den Hofverkauf des Bauern auszuprobieren. Selbst Verkaufswagen von Bauern fahren wieder durch die Straßen. 

Letztendlich spielt die Herkunft der Lebensmittel viele Rollen: 

  • Umweltschutz – eine Gurke, die auch im städtischen Balkongarten wächst, braucht nicht per Schiff oder Flugzeug eingeführt zu werden. Heimisches Gemüse senkt somit auch die CO2-Belastung. 
  • Frische – stammen die Lebensmittel aus der Region, sind sie schlichtweg frischer. So gelingt es auch, den Salat ohne Plastikverpackung grün ins Regal zu legen. 

Beschäftigung – du beschäftigst dich automatisch mehr mit den Lebensmitteln, wenn du dich mit ihrer Herkunft und Herstellung auseinandersetzt.

Fazit – mehr Bewusstsein für die kleinen Dinge

Fazit – mehr Bewusstsein für die kleinen Dinge

Essen ist lebensnotwendig, doch hattest wohl auch du vor Corona vergessen, wie wichtig die Nahrungsaufnahme eigentlich ist. Mit der Pandemie kam plötzlich die Zeit und mit der Zeit auch das Interesse, sich gezielt mit Lebensmitteln und dem Genuss dieser auseinanderzusetzen. Falls du es bislang nicht probiert hast, versuche dich einfach einmal daran. Eine selbstgemachte Lasagne oder ein Kartoffelauflauf sind im Nu zubereitet und schmecken deutlich besser, als das Pendant aus dem Tiefkühlfach. 

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