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Cold Brew-Kaffee: Einfach selbstgemacht

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HeimGourmet

Seit 2015 ist der Cold Brew Teil des Starbucks-Sortiments und damit wohl aufgenommen in die gehobene Klasse der Hipster-Getränke. 5 Jahre später hat seine Beliebtheit zugenommen und selbst in ländlicheren Gegenden wird der „kalt gebrühte“ Kaffee angeboten und genüsslich getrunken. Und das obwohl dort neuartige Speisen und Getränke oftmals (zumindest zu Anfang) wenig Anklang finden. Wie Du diesen Sommer Geld sparst und den Drink selbst zubereitest, liest Du hier bei uns.

Ursprung

Ursprung

Der Ursprung des Cold Brew lässt sich bereits im 17. Jahrhundert finden. Damals experimentierten niederländische Händler mit verschiedenen Methoden der Kaffeezubereitung. Das Ziel: auf langen Reisen in die asiatischen Kolonien nicht auf den Kaffeegenuss verzichten zu müssen. Später wurden ihre Methoden in Japan weiterentwickelt. Und einige Jahrhunderte später fand das zu Beginn oft als „kalter Kaffee“ abgetane Getränk den Weg in die Karten vieler Cafés und Restaurants.

Besonderheiten und gesundheitliche Vorteile

Der Hype um Cold Brew entstand unter anderem aufgrund seines fruchtigen, erfrischenden Geschmacks. Mit circa 70% weniger Säuren und Bitterstoffen als „normaler“ – also heiß-gebrühter Kaffee – dient er besonders im Sommer als die perfekte, energiebringende sowie koffeinhaltige Alternative zum Original. 

Der Cold Brew überzeugt durch seine leichte Zubereitung und lange Haltbarkeit. Einmal zubereitet, lässt er sich gekühlt bis zu 2 Wochen aufbewahren. Das enthaltene Koffein regt sowohl den Stoffwechsel als auch die Hirnfunktionen an. Damit hilft das Getränk gegen Müdigkeit und soll sogar Depressionen vorbeugen.

Zusätzlich zum Koffein vermindern weitere Inhaltsstoffe, wie Magnesium, sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamin B3 und Chinidin, das Risiko einer Herzerkrankung. Die regulierende Wirkung auf den Blutzuckerspiegel kann zudem vor einer Erkrankung an Diabetes-Typ-2 schützen.

Wahl des richtigen Kaffees

Für den optimalen Kaffeegenuss ist es wichtig, die richtigen Bohnen zu benutzen. Andernfalls ist das Geschmackserlebnis nicht einmal ansatzweise so gut, wie es sein könnte. Auch Kaffeebohnen aus fairem Anbau sollten bei jeder Art des Kaffeegenusses von oberster Priorität sein.

Achte beim Kauf darauf, dass Du qualitativ hochwertigen Kaffee kaufst und diesen frisch mahlst. Nur so können sich später die Aromen zur Gänze entfalten. Außerdem solltest Du beim Cold Brew eher zu helleren und mittleren Röstungen greifen. Der Grund: diese beinhalten noch eine Menge Aromastoffe und dafür kaum Bitterstoffe. Dunklere Röstungen weisen im Gegensatz dazu mehr Bitterstoffe und weniger Aromen auf und sind daher ungeeignet.

Was die Sorte betrifft, bringt Arabica-Kaffee einen milden, sanften und allgemein harmonischen Geschmack. Robusta-Kaffee hingegen sorgt für ein intensives und nussiges Aroma. Von Espresso-Bohnen ist abzuraten, da sich aufgrund der sehr dunklen Röstung kaum mehr Aromastoffe darin befinden. 

Anleitung

Bei der Zubereitung wird zwischen zwei verschiedenen Verfahren unterschieden: Full Immersion und Cold Drip

Full Immersion

Als erstes werden wir Dir das Rezept für Full Immersion erklären. Es ist prinzipiell einfacher und benötigt kein besonderes Equipment.

Was Du benötigst:

  • 1 Liter kaltes Wasser
  • 100 Gramm grob gemahlenen Kaffee
  • Kaffeefilter & Filterhalter
  • 1 großes Gefäß mit Möglichkeit zum Abdecken, wie z.B. ein Einmachglas (alternativ: Cold Brew Maker)

Gib zunächst den grob gemahlenen Kaffee in das kalte Wasser und vermische es miteinander. Stelle das Gefäß anschließend für mindestens 12 Stunden in den Kühlschrank, damit der Kaffee Zeit zum Ziehen hat. Der Kaffeesatz kann nun mithilfe eines Filterhalters und Kaffeefilters ausgefiltert werden. Übrig bleibt Dein fertiger Cold Brew. Diesen kannst Du auch zur nächsten Grillparty mitnehmen.

Cold-Drip-Verfahren

Diese Vorgehensweise benötigt die Anschaffung eines Cold Drip Coffee Makers, auch Cold Brew Dripper genannt. Deshalb legen wir Dir ans Herz zunächst die Full Immersion Methode auszuprobieren. So gehst du sicher, dass auch Du zu den zahlreichen Fans des Cold Brews gehörst, bevor Du unnötig investierst.

Was Du benötigst:

  • 1 Liter kaltes Wasser
  • 100 Gramm grob gemahlenen Kaffee (eventuell etwas mehr/weniger, je nach gewünschter Intensität)
  • Cold Brew Dripper
  • Eiswürfel

Gib als ersten Schritt das Kaffeepulver auf den Filter. Achte dabei darauf, dass Du den Kaffee nicht zu sehr zusammendrückst. Ansonsten hat das Wasser später keine Chance mehr hindurchzukommen. Befeuchte danach die gesamte Kaffeeoberfläche für die sogenannte „Pre-Infusion“. Dadurch kommt es folgend zu einer gleichmäßigen Extraktion.

Jetzt gießt Du das Wasser auf. Eventuell wirst Du Eiswürfel brauchen, um das Wasser schön kalt zu halten. Falls der Platz ausreicht, kannst Du den Cold Brew Dripper in den Kühlschrank stellen. Das Ventil sollte auf ungefähr 1-2 Tropfen pro Sekunde eingestellt werden. Mit der Zeit musst Du es gegebenenfalls nachstellen, da sich die Geschwindigkeit verringern kann. Nach 2-3 Stunden ist dein Cold Brew fertig.

Serviervorschläge

Zu guter Letzt haben wir hier noch ein paar Tipps, wie Du den Cold Brew besonders lecker zubereitest. Damit bist Du bei der nächsten Cocktailparty der Hit.

Cold Brew Tonic:

  • 80ml Cold Brew
  • 220ml Tonic Water
  • Eiswürfel nach Belieben

Cold Brew Lemon:

  • 300ml Cold Brew
  • 20ml Zitronensaft
  • Eiswürfel nach Belieben

Cold Brew Fruity:

  • 150ml Cold Brew
  • 150ml Grapefruit- oder Rhabarbersaft
  • Eiswürfel nach Belieben

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