Menu Rezeptname, Zutat, Suchbegriff...
Abmelden / Willkommen
Newsletter

Exotische Ananas: In 6 Schritten zur selbst gezüchteten Frucht

,
HeimGourmet

Nach der Banane zählt die Ananas zu den beliebtesten exotischen Früchten überhaupt. Aber: Du musst nicht sofort nach Südamerika reisen, um das Bromeliengewächs erntefrisch genießen zu können. Stattdessen kannst du die Ananas ganz leicht selbst züchten – dazu brauchst du nur den Blattschopf einer fertig ausgebildeten Frucht. Wie das genau funktioniert, verraten dir diese 6 einfachen Schritte:

Warum eigentlich Ananas anbauen?

Warum eigentlich Ananas anbauen?

Es gibt eine ganze Reihe von Gründen, die für die eigene Ananaszucht sprechen. Das wohl überzeugendste Argument ist der köstliche Geschmack der tropischen Frucht. Sie eignet sich für viele verschiedene Gerichte. Ob Tagliatelle mit Curry-Ananas-Sauce oder doch lieber ein karamellisierter Ananas-Spieß: Die tropische Frucht schmeckt als Hauptspeise und Dessert gleichermaßen.

Die Ananas ist sehr gesund. Besonders bemerkenswert ist ihr hoher Serotoningehalt: Der Botenstoff macht die Ananas zu einem echten Stimmungsaufheller! Als Gesichtsmaske und Kosmetika sorgt die tropische Frucht zusätzlich für ein junges Hautbild. Die folgenden 6 Schritte verraten dir, wie du  die exotische Ananas bei dir zuhause anbauen kannst.

1. Ananas vorbereiten

Ananaszüchten ist ein Kinderspiel – alles, was du dazu brauchst, ist eine reife Ananas mit frischgrünem Blattschopf. Orientiere dich also beim Kauf vor allem am Blattschopf: das ist der Teil, der für die eigene Anzucht am wichtigsten ist.

Nach erfolgreichem Einkauf geht es nun an die gezielten Vorbereitungen. Dazu musst du die Blätterkrone mit einem möglichst scharfen Messer vom restlichen Fruchtfleisch abtrennen. Alternativ kannst du den Blattschopf aus der Frucht drehen – dafür ist nur genügend Muskelkraft erforderlich! Das losgelöste Fruchtfleisch kannst du sofort verspeisen.

2. Blattschopf bewurzeln

Vor der Bewurzelung solltest du die untersten Blätter vom Strunk abschneiden, um die Fäulnisgefahr zu verringern. Außerdem empfiehlt es sich, die Schnittstelle für einige Tage auf der Heizung trocknen zu lassen und sie mit Holzkohlepulver zu bestreuen – diese Maßnahmen beugen zusätzlich Fäulnis vor.

Um den Blattschopf nun zu entwurzeln, brauchst du lediglich ein Glas Wasser. Stelle die Blätterkrone so in das Glas, dass ihre Unterseite die Wasseroberfläche nur ganz leicht berührt. Danach musst du dich für ein paar Tage gedulden, bis sich die ersten Wurzeln gebildet haben.

3. Pflanze in die Erde setzen

Sobald die Wurzeln eine Länge von etwa 5 mm erreicht haben, ist der große Moment gekommen! Du kannst nun den Blattschopf in ein geeignetes Pflanzgefäß mit richtigem Substrat einsetzen. Dafür verwendest du am besten Anzuchterde, die du übrigens auch selbst herstellen kannst.

Das Pflanzgefäß selbst sollte möglichst viele Abzugslöcher haben, damit das überschüssige Gießwasser gut abfließen kann. Ananas verlangen zwar regelmäßige Bewässerung, aber achte darauf, dass du Staunässe vermeidest. Beim Einsetzen setzt du den Blattschopf in eine Mulde und drückst die Erde rundherum gut an.

4. Ananas richtig pflegen

Die Ananas ist eigentlich in Südamerika beheimatet. Aus diesem Grund sind perfekte Anbaubedingungen solche, die dem tropischen Klima möglichst nahe kommen. Die Gute-Laune-Frucht liebt Temperaturen von mindestens 25°C und viele Sonnenstunden. Grundsätzlich gilt: Je wärmer es ist, desto wohler fühlt sich die Ananas.

Die wohl größte Herausforderung in der eigenen Anzucht ist die Luftfeuchtigkeit. Für optimales Wachstum wünschen sich Ananas eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit von 60 %. Nur keine Sorge – es gibt einen kleinen Trick, wie du dafür sorgen kannst. Stülpe deiner zukünftigen Ananaspflanze einfach einen durchsichtigen Folienbeutel über.

5. Ananaspflanze ernten

Wenn du Ananas noch nie selbst angebaut hast, kann es schnell passieren, dass du einen wichtigen Teil der Anzucht übersiehst. Damit du bis zur Ernte alles richtig machst, siehst du auf der folgenden Infografik nochmal alle Schritte im Überblick.

©pro-emit.de

Auf die erfolgreiche Anzucht folgen Blüte und endlich die Ananasernte. Bis dahin musst du dich allerdings in Geduld üben: Es kann mindestens ein Jahr dauern, bis sich die erste Ananas gebildet hat. Wenn es dann soweit ist, benötigst du ein scharfes Messer für die Ernte. So kannst du die Ananasfrucht ganz unkompliziert mitsamt Stiel aus dem Blattschopf schneiden.

Zusätzlich empfehlen sich stabile Schutzhandschuhe. Der Großteil der Ananaspflanzen hat nämlich kleine Stacheln auf ihren Blättern. Nach der Ernte stirbt die Mutterpflanze zwar ab, aber es bilden sich gleichzeitig weitere Sprösslinge, die für die weitere Vermehrung gedacht sind.

6. Ananasblüte beschleunigen

Falls du deiner Ananaspflanze zu einer schnelleren Blüte verhelfen möchtest, ist nur ein reifer Apfel erforderlich. Halbiere ihn und lege die eine Hälfte mit der Schnittseite nach oben auf das Substrat. Die andere Hälfte platzierst du in der Mitte des Blattschopfes.

Danach stülpst du den Folienbeutel darüber und wartest etwa vier Wochen lang. Du wirst sehen: Nach dieser Zeit zeigt sich meistens schon der erste Blütenansatz. Das Geheimnis dahinter? Das Ethylengas, das aus dem reifen Apfel entweicht, sorgt für die beschleunigte Blüte.


Die Ananas ist eine echte Königin unter den tropischen Früchten: Sie schmeckt unglaublich gut und ist ausgesprochen gesund. Mit diesen 5 Schritten kannst du die Gute-Laune-Frucht ganz einfach selbst anzüchten. So landet sie direkt nach der Ernte auf deinem Teller – und was schmeckt besser als frisches Obst aus dem eigenen Anbau?

Weitere Artikel hier!



Diesen Artikel kommentieren

Köstlich orientalisch: Shakshuka! Saftig süße Schoko-Birnen-Tarte, die alle Herzen erobern wird