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Fleisch aus der Region: Wenn's um die Wurst geht

Immer mehr Verbraucher wünschen sich Fleisch, das aus ihrer Region stammt. Sie wollen die regionale Wirtschaft stärken und durch die kurzen Transportwege das Klima schonen. Das ist in der Praxis aber gar nicht so einfach, denn der Begriff „regional“ ist gesetzlich nicht geschützt.

herkunftsangaben beim fleisch

herkunftsangaben beim fleisch

Für bestimmte Produkte ist eine Herkunftsangabe gesetzlich vorgeschrieben. Dazu gehört auch unverarbeitetes verpacktes Fleisch. Das Ursprungsland muss auf der Verpackung kenntlich gemacht werden, die ebenso das ovale Identitäts- und Genusstauglichkeitskennzeichen tragen muss. Es ist besonders wichtig, denn es dient den Behörden als Kontrollkennzeichen. Verbraucher können auf dem Kennzeichen den letzten Ort der Verarbeitung ablesen: Das Bundesland erscheint auf dem Kennzeichen als Kürzel, der Herstellerbetrieb ist in Form einer Zulassungsnummer angegeben. Im Netz gibt es eine Datenbank, die die Nummern und die dazugehörigen Namen der Hersteller enthält.

Auszeichnungen wie die DLG-Prämierungen in Gold, Silber und Bronze weisen darauf hin, dass Labortests sowie Kennzeichnungs-, Verpackungs- und Zubereitungsprüfungen erfolgreich bestanden wurden. Die Prämierungen der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft werden häufig an fleischverarbeitende mittelständische Unternehmen wie Schwarz Cranz vergeben, sind aber kein Hinweis auf die regionale Herkunft.

Sorgt für Durchblick: Das Regionalfenster

Für mehr Klarheit in Sachen Herkunftsregion sorgt das sogenannte Regionalfenster: Die blau-weiße Kennzeichnung informiert über den Verarbeitungsort, die Menge an regionalen Zutaten sowie die zuständige Kontrollstelle. Eine hundertprozentige Garantie für die regionale Produktion ist das Fenster allerdings nicht, denn so gekennzeichnetes Fleisch kann in ganz Deutschland angeboten werden. Deshalb sollte man genau hinschauen, welche Region in der Kennzeichnung angegeben ist. Auch der Anteil regionaler Zutaten ist aufschlussreich: Sind es 92 oder nur 55 Prozent? Je höher der Anteil, desto „regionaler“ ist das Produkt.

Die „geschützte Ursprungskennzeichnung“

Eindeutig ist die Herkunft von Lebensmitteln, die das EU-Kennzeichen „geschützte Ursprungsbezeichnung“ tragen. So gekennzeichnete Lebensmittel werden in einer klar definierten Region nach bestimmten Kriterien hergestellt. Ein gutes Beispiel ist der Parmaschinken. Leider finden sich Fleisch- und Wurstwaren mit diesem Kennzeichen im Supermarkt eher selten. Das Beste ist also: direkt vom Hof im Umland oder der Schlachterei nebenan kaufen – da weiß man, was man isst.

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